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Sparbrief

Der Sparbrief ist eine Geldanlage bei Kreditinstituten, die mit einem Festgeld zu vergleichen ist. Für eine vorher festgelegte Anlagedauer wird mit dem Kunden ein Zins vereinbart, der dann unabänderlich ist.

Anlagezeitraum und Kündigung von Sparbriefen

Während der Anlagedauer ist der Sparbrief nicht kündbar. Sollte ein Kunde jedoch in finanzielle Schwierigkeiten geraten und das Geld benötigen ist es möglich, den Sparbrief zu beleihen. Es wird dann ein tilgungsfreies Darlehen vergeben, dessen Zins nur wenig über dem Zinssatz des Sparbriefes liegt. Bei Fälligkeit der Geldanlage wird das Darlehen dann abgelöst.
Die Laufzeiten von Sparbriefen betragen zwischen einem und fünf Jahre, mitunter werden aber auch 10jährige Laufzeiten angeboten.
Im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren wird für diese Anlage kein Wertpapierdepot benötigt, auch fallen keine Kosten für den Erwerb an.

Sparbrief Konditionen

Die Konditionen der Sparbriefe sind abhängig von den aktuellen Marktkonditionen und so von den Zinsentscheidungen der EZB.
Generell gilt allerdings: je länger die Laufzeit, desto höher ist der Zins.
Sparbriefe sind, je nach ausgebender Bank, mit unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen versehen.

Es gibt vier Arten von Sparbriefen:
  • den normalen Sparbrief
  • den abgezinsenten Sparbrief
  • den aufgezinsten Sparbrief
  • Sparbriefe mit steigenden Zinsen

Der normale Sparbrief
Beim normalen Sparbrief, dem am häufigsten verkauften Sparbrief, werden die Zinsen jährlich, meist zum Jahresende, dem Verrechnungskonto des Kunden gutgeschrieben. Die Anlage erfolgt zudem immer zum Nennwert.

Der abgezinste Sparbrief
Es gibt aber auch die Möglichkeit des abgezinsten Sparbriefes. Hier werden sowohl die Zinsen wie auch die Zinseszinsen für die gesamte Laufzeit im Voraus berechnet und vom Nennwert abgezogen. So ergibt sich ein geringerer Kaufwert, die Rückzahlung erfolgt bei Fälligkeit zum Nennwert. Für den Kunden hat dies den Vorteil einer höheren Gesamtrendite durch den Zinseszinseffekt. Nachteilig ist jedoch, dass bei Fälligkeit der gesamte Zinsertrag auf den Freistellungsauftrag angerechnet wird. Reicht dieser gerade bei langfristigen Anlagen nicht aus, muss der Differenzbetrag versteuert werden.

Der aufgezinste Sparbrief
Ähnlich ausgestattet ist der aufgezinste Sparbrief. Hier werden Zinsen und Zinseszinsen angesammelt und erst bei Fälligkeit zuzüglich des Nennwertes an den Kunden gezahlt.

Sparbrief mit steigenden Zinsen
Eine wieder andere Variante ist der Sparbrief mit steigenden Zinsen. Hier wird für einen Zeitraum von beispielsweise 5 Jahren ein jährlich steigender Zins vereinbart, der zum Jahresende ausgezahlt wird. Der Vorteil dieses Sparbriefes ist, dass er in der Regel nach einer Wartezeit von einem Jahr mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist verfügbar ist.

Erwerb von Sparbriefen

Sparbriefe werden heute von allen Banken angeboten, auch Sparkassen bieten diese Art der sicheren Geldanlage. Allerdings nennt man sie hier Sparkassenbriefe. Sie stellen jedoch eine Besonderheit dar und verbinden Merkmale der Spareinlage und eines festverzinslichen Wertpapiers.

Alternative Formen der Geldanlage sind das Festgeld oder Tagesgeld an. Diese bieten bei ebenso hoher Sicherheit eine höhere Rendite. Hier finden Sie eine Auswahl an guten Anbietern:

Tagesgeld Vergleich
Festgeld Vergleich

 

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