Bausparen, Bausparvertrag
Das Bausparen wird von speziellen Kreditinstituten, den Bausparkassen, angeboten.Auch wenn es heute als eher konservativ angesehen wird ist das Bausparen nach wie vor eine gute Möglichkeit, das für die Finanzierung eines Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung notwendige Eigenkapital anzusparen. Gleichzeitig kann der Bausparer, nach Ansparung eines gewissen Mindestbetrages, ein günstiges Bauspardarlehen nutzen.
Bausparvertrag - Abschluß und Konditionen
Um diese Vorzüge nutzen zu können, ist ein Bausparvertrag notwendig. Dieser kann sowohl bei Banken und Sparkassen wie auch bei Vertretern der jeweiligen Bausparkassen und sogar bei einigen Versicherungen abgeschlossen werden.Mit Abschluss des Vertrages wird eine Bausparsumme vereinbart. Diese muss, je nach Tarif, mit 30-50% angespart werden. Wurde dieses Mindestguthaben erreicht und wurde die Mindestvertragslaufzeit eingehalten, ist der Vertrag zuteilungsreif. Dann kann der Kunde wählen, ob nur das angesparte Guthaben oder auch das Bauspardarlehen ausgezahlt werden soll.
Die Konditionen für das Bauspardarlehen werden bereits bei Abschluss des Bausparvertrages vereinbart, auch wenn dieser erst in 5-7 Jahren zuteilungsreif ist. Für den Kunden hat dies den Vorteil, dass er Planungssicherheit erlangt, denn ein Zinsänderungsrisiko gibt es nicht.
Bauparen - Die Unterschiede
Allerdings unterscheiden sich die Vertragsbedingungen zwischen den Bausparkassen erheblich. So findet man Guthabenzinsen für die Ansparzeit zwischen 1,0-2,5% p.a., die Darlehenszinsen variieren zwischen 1,95%-4,95% p.a. Daher ist ein Vergleich unumgänglich.Ein weiterer Unterschied der Verträge ist die Höhe des notwendigen Mindestguthabens. Bei einigen Bausparkassen genügt eine 30%ige Ansparung des Vertrages, um das Bauspardarlehen zu erhalten.
Das Bauspardarlehen ist ein zweckgebundenes Darlehen, es kann also nur für den Kauf oder den Bau eines Hauses, für Renovierungsarbeiten oder den Kauf einer Einbauküche genutzt werden. Die Bausparkassen lassen sich diese Verwendung anhand von Rechnungen nachweisen.
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Bausparen-Vergleich
Förderung von Bausparen
Das Bausparen wird in Deutschland staatlich gefördert. So gibt es die Wohnungsbauprämie, die in Höhe von 8,8% gewährt wird. Die Gewährung ist allerdings auf 512 Euro pro Person und Kalenderjahr beschränkt. Gleichzeitig müssen Einkommensgrenzen von 25.600 Euro pro Jahr eingehalten werden.Da diese Förderung bereits ab 16 Jahren gewährt wird, ist das Bausparen auch für Jugendliche interessant.
Das Bausparen kann zudem als Sparform für Vermögenswirksame Leistungen genutzt werden. Diese werden vom Arbeitgeber direkt an die Bausparkasse überwiesen. Die Förderung beträgt in diesem Fall 9% pro Jahr, allerdings nur auf 470 Euro. Um die Arbeitnehmersparzulage zu erhalten, müssen allerdings Einkommensgrenzen von 17.900 pro Person eingehalten werden.
Für beide Förderarten gilt, dass der Bausparvertrag über einen Zeitraum von mindestens 7 Jahren abgeschlossen werden muss. Bei vorzeitiger Verfügung wird keine Förderung gewährt. Ausnahmen gibt es nur, wenn dieses Geld für wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet wird.


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