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Investmentfonds

Investmentfonds sind eine Art der Geldanlage, die, aufgrund ihrer Vielfältigkeit, immer häufiger genutzt wird.
Investmentfonds werden von Kapitalanlagegesellschaften herausgegeben, als rechtliche Grundlage dient das Investmentgesetz.
Banken und Finanzvermittler, die Investmentfonds verkaufen, sammeln für die Kapitalanlagegesellschaft die Gelder der Kunden ein, die dann vom jeweiligen Fondsmanager nach Ausrichtung des Fonds in Wertpapiere, Immobilien oder am Geldmarkt investiert werden.

Wie funktionieren Investmentfonds?

Mit dem Kauf eines Fondsanteils erhalten Sie einen Miteigentumsanteil am jeweiligen Fonds und somit auch einen Anspruch auf Auszahlung des erwirtschafteten Gewinns.
Das Fondsvermögen von Investmentfonds wird börsentäglich bewertet und durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile geteilt. Dies ergibt den Kurs.
Im Bereich der Investmentfonds unterscheidet man prinzipiell zwischen offenen und geschlossenen Fonds. Haben Sie bei offenen Fonds täglich einen Anspruch auf Rücknahme des Fondsanteils zum aktuellen Börsenkurs, existiert dies bei geschlossenen Fonds nicht. Je nach Investment finden sich hier Laufzeiten zwischen 5-25 Jahren. Weiterhin ist der Kauf geschlossener Fonds nur bei Auflage möglich.

Arten von Investmentfonds

Offene Investmentfonds

In der Regel werden von Banken offene Investmentfonds als Anlagemöglichkeit verkauft.
Zu den offenen Investmentfonds gehören sowohl Geldmarktfonds wie auch Rentenfonds, Mischfonds und Aktienfonds. Auch offene Immobilienfonds gehören in diese Kategorie.
Diese Fonds unterscheiden sich in ihrer Risikoeinstufung.

Geldmarktfonds

So sind Geldmarktfonds für Anleger interessant, die ihr Geld kurzfristig und zudem sicher anlegen möchte. Der Fondsmanager investiert das Geld dieses Fonds in Geldmarktpapiere, Schatzanweisungen oder Termingelder. Die Rendite des Fonds ist daher geldmarktnah und liegt aktuell zwischen 3,0-3,6% p.a.

Rentenfonds
Rentenfonds investieren das Geld ihrer Anleger in festverzinsliche Wertpapiere. Diese Papiere sind mit einem festen Zins und einer festen Laufzeit ausgestattet. Zwar weisen auch diese Papiere Kursschwankungen auf, diese sind jedoch als eher gering einzustufen.
Rentenfonds eignen sich für Anleger, die ebenfalls sicher, aber langfristig anlegen möchten. Die Rendite liegt hier zwischen 3-5% p.a.

Aktienfonds
Anleger, deren Anlagementalität risikofreudig ist, sollten Investmentfonds mit einem Aktienanteil für ihre Geldanlage wählen. Aktien konnten in der Vergangenheit durchschnittlich eine bessere Rendite als Rentenpapiere oder Bankanlagen erwirtschaften. Allerdings sollte für diese Anlage ein langfristiger Anlagehorizont von mehr als 7 Jahren gewählt werden.
Investmentfonds mit Aktienanteil können sowohl Mischfonds sein, die neben Aktien auch in festverzinsliche Wertpapiere und Immobilien investieren als auch reine Aktienfonds.

Offene Immobilienfonds
Eine besondere Gruppe der Investmentfonds stellen offene Immobilienfonds dar. Sie legen die Kundengelder in Gewerbeimmobilien, zum Beispiel in Bürogebäude oder Lagerhallen, an. Die Rendite wird durch die Vermietung der Objekte erzielt. Offene Immobilienfonds sind ebenfalls als konservative Anlageform einzuordnen, die Rendite liegt gleichmäßig zwischen 4-6% p.a.

Geschlossene Immobilienfonds
Als Unterschied zum offenen Immobilienfonds existiert der geschlossene Immobilienfonds. Er investiert in nur eine Immobilie und weist daher ein deutlich höheres Risiko auf. Andererseits werden bei dieser Anlageform durchschnittlich Renditen zwischen 8-12% p.a. erzielt. Die Laufzeit geschlossener Immobilienfonds beträgt zwischen 20-25 Jahren.
Investmentfonds - Kosten und Verwaltung
Mit dem Kauf eines Investmentfonds sind in der Regel auch Kosten verbunden. So erheben Banken einen Ausgabeaufschlag, der je nach Fondstyp unterschiedlich ist. Werden für Geldmarktfonds meist keine Ausgabeaufschläge fällig, liegen diese bei Rentenfonds bereits zwischen 3-4%, für Aktienfonds werden zwischen 4-5,75% des Anlagebetrages berechnet. Dieser Ausgabeaufschlag wird an die Bank oder den Finanzvermittler für dessen Beratungstätigkeit gezahlt. Je beratungsintensiver also ein Produkt, desto höher der Ausgabeaufschlag.
Investmentfonds können sowohl im Depot bei der Bank als auch im Anlagekonto der Kapitalanlagegesellschaft verwaltet werden. Mindestanlagebeträge existieren meist nicht, der Kauf ist bereits für einen Fondsanteil möglich.
Weiterhin können Investmentfonds auch als monatlicher Sparplan abgeschlossen werden.

 

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