Geldanlagen.comRatgeberFestverzinsliche Wertpapiere

Was sind festverzinsliche Wertpapiere?

Wie der Name schon sagt, weisen festverzinsliche Wertpapiere einen festen Zins sowie eine feste Laufzeit aus. Sie sind daher mit Festgeldern oder Sparbriefen von Banken vergleichbar. Im Gegensatz zu diesen Anlagen werden festverzinsliche Papiere aber gehandelt und weisen daher während der Laufzeit einen Kurs aus. Diese Papiere werden bei ihrer Emission immer zu 100% ausgegeben, bei ihrer Einlösung am Ende der Laufzeit werden ebenfalls 100% fällig. In der Zwischenzeit kann der Kurs aber variieren. Gründe für Kursschwankungen festverzinslicher Wertpapiere können zum Beispiel Leitzinsänderungen der europäischen Zentralbank sein. Sofern diese die Zinsen anhebt, werden die Kurse festverzinslicher Wertpapiere fall, bei einer Leitzinssenkung steigen die Kurse hingegen.
Der Handel der festverzinslichen Wertpapiere hat aber den Vorteil, dass sie vom Kunden jederzeit veräußert werden können, dann jedoch nur zum aktuellen Kurs.

Niedrigverzinsliche Wertpapiere

Dies kann zum Beispiel genutzt werden, wenn niedrigverzinsliche Wertpapiere gekauft werden. Diese weisen im Gegensatz zu anderen festverzinslichen Papieren immer einen deutlich niedrigeren Zins auf, der Kurs liegt in der Regel aber auch weit unter 100% (Bsp. 95%). Zum Ende der Laufzeit kann der Anleger jedoch sicher sein, die Rückzahlung wieder zu 100% zu erhalten. Somit sind die 5% Kursdifferenz bereits feststehender Gewinn. Niedrigverzinsliche Wertpapiere werden daher häufig von Sparern erworben, deren Freistellungsvolumen bereits verbraucht wurde.

Herausgeber Festverzinslicher Wertpapiere

Als Herausgeber festverzinslicher Wertpapiere kommen verschiedene Möglichkeiten in Frage. So werden sie zum einen von der Bundesrepublik begeben, aber auch Banken und Industrieunternehmen sind als Emittenten aktiv. Anleger gehen bei festverzinslichen Wertpapieren immer das Risiko ein, dass im Fall einer Insolvenz des Emittenten die Anlagesumme verloren wäre.

Rating beachten

Daher ist es wichtig, einen solventen Emittenten für die Anlage zu wählen. Ob dies gegeben ist, erkennen Anleger an den Bewertungen unabhängiger Ratingagenturen, die die Emittenten mit Buchstaben von A bis D bewerten. Die Bundesrepublik wird in diesem Zusammenhang mit AAA bewertet, die beste Bewertung überhaupt. Das Risiko, dass hier eine Insolvenz eintritt, ist somit nahezu ausgeschlossen. Auch einige Banken erhalten ein solches Rating. Bei einem Rating von B ist das Risiko bereits etwas erhöht, ab dem Rating C spricht man sogar schon von Ramsch-Anleihen, bei denen das Ausfallrisiko also sehr erhöht ist.
Wie bei allen anderen Anlagen gilt auch bei festverzinslichen Wertpapieren, dass mit der Höhe des Risikos auch die Rendite steigt. Somit werden Papiere, deren Emittenten mit B, C oder schlechter bewertet werden, immer mit einem hohen Zinsaufschlag begeben.
Kosten
Die Kosten für den Kauf festverzinslicher Wertpapiere liegen zwischen 0,5-1,0% der Anlagesumme, diese werden von den Banken direkt nach dem Kauf- oder Verkaufsauftrag berechnet. Die Einlösung zum Laufzeitende ist hingegen kostenlos.

 

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