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Lohnt sich ein Online-Depot?

Anleger, die mit Aktien und anderen Wertpapieren handeln, benötigen hierfür ein Wertpapierdepot bei einer Bank. Nur hiermit ist es möglich, die verschiedenen Papiere zu verwahren und Kauf- und Verkaufsaufträge auszuführen.
Diese Wertpapierdepots werden aber nicht nur von der Hausbank, sondern auch von Direktbanken, so genannten Onlinebrokern, angeboten. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Depotarten ist in erster Linie im Preis zu suchen, denn die Verwahrung der Wertpapiere ist in jedem Fall gleich.

Depotgebühren

Filialbanken
So belaufen sich die Depotgebühren bei Banken vor Ort in der Regel auf mindestens 20 Euro pro Jahr, sofern höhere Anlagesummen verwahrt werden, richtet sich der Preis auch nach dem Depotvolumen. Mitunter wird hierfür 1% des Kurswertes pro Jahr berechnet. Weiterhin werden für jeden Depotauftrag, also sowohl für den Kauf als auch für den Verkauf eines Wertpapiers Ordergebühren berechnet. Bei Aktien betragen diese zum Beispiel mindestens 25 Euro pro Order bzw. 1% des Umsatzes, gleiches gilt für festverzinsliche Wertpapiere oder Zertifikate.

Direktbanken
Deutlich günstiger sind die Gebühren hingegen bei Direktbanken. Da diese ihre Produkte ausschließlich über das Internetvertreiben, können sie die Kosten durch fehlende Filialen und einer nur geringen Mitarbeiterzahl niedrig halten. Somit sind auch die vom Kunden zu zahlenden Kontoführungs- und Depotgebühren sowie die Ordergebühren geringer. So werden Onlinedepots in den meisten Fällen kostenlos geführt, die Kosten pro Trade, also pro erteilter Order, liegen meist sogar nur bei pauschal 5 Euro. Vor allem Anleger, die sehr viele Wertpapiergeschäfte tätigen, können hier sehr viel Geld sparen.

Ein weiterer Vorteil von Onlinebrokern ist deren Serviceangebot. So bieten viele eine Realtime-Kursabfrage, bei anderen ist diese Abfrage um immerhin 15 Minuten verzögert. Auch die Informationen über die Wertpapieranlage im Allgemeinen sind sehr gut. Sofern Anleger Geschäfte tätigen wollen, müssen sie diese bei Onlinebrokern in jedem Fall selbst ausführen. Hierfür steht das Onlinebanking zur Verfügung.

Fehlende Beratung

Neben dem Kostenvorteil weist die online Depotführung aber auch Nachteile aus. Vor allem die fehlende Beratung ist ein wichtiger Punkt, den vor allem eher unerfahrene Anleger beachten sollten. Hinweise auf spezielle Risiken, die die Anlage bietet, erhalten Kunden hier nämlich nicht. Daher eignet sich ein Onlinedepot vor allem für erfahrene Anleger, die keine Beratung mehr benötigen.

 

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